Rundschreiben - 15/2016

Handelsinitiative gegen Plastikmüll: Viele Kunststofftüten werden kostenpflichtig

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und HDE-Präsident Josef Sanktjohanser haben am 26.04.2016 in Berlin eine Vereinbarung unterschrieben, nach der innerhalb von zwei Jahren 80 % der Kunststofftüten im Einzelhandel kostenpflichtig sein sollen. Damit leistet der Handel einen aktiven Beitrag gegen den Plastikmüll. Mit der Vereinbarung wird eine EU-Richtlinie umgesetzt, nach welcher der Pro-Kopf-Verbrauch an Kunststofftüten deutlich reduziert werden soll. Die Vereinbarung, der sich die Unternehmen freiwillig anschließen können, tritt zum 01.07.2016 in Kraft.
Über die Höhe des Tüten-Entgelts entscheiden die Händler aus kartellrechtlichen Gründen individuell. Ein Teil der Einnahmen soll Umweltprojekten zugutekommen. Bereits heute werden damit verschiedene Initiativen gefördert.
Nach den Vorgaben der EU-Richtlinie muss der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftüten (15 bis 50 Mikrometer Wandstärke) in den Mitgliedstaaten bis Ende 2019 auf 90 Tüten und bis Ende 2025 auf 40 reduziert werden. Deutschland liegt aktuell bei jährlich 71 Tüten je Einwohner und Jahr.

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