Rundschreiben - 61/2020

Corona-Hilfen - Handelsverband fordert Unterstützung des Einzelhandels

In Folge des zweiten faktischen Lockdowns im für den Einzelhandel zweit-umsatzstärksten Monat des Jahres und des erneuten Herunterfahrens des öffentlichen Lebens geraten zahlreiche und insbesondere Unternehmen mit innenstadtaffinen Sortimenten in eine existenzbedrohende Lage. Zwar darf der Einzelhandel geöffnet bleiben, gleichzeitig finden aber immer weniger Kunden den Weg in die Städte und den Handel. Da etwa die Gastronomie, zahlreiche Dienstleister, Kultur- und Freizeitbetriebe geschlossen sind, fehlt es an Besuchsanlässen und deutlich an Frequenz. Auch der Appell der Politik, zu Hause zu bleiben, hat tiefgreifende Folgen für die Handelsunternehmen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat sich gemeinsam mit den Landesverbänden daher unter anderem bereits dafür eingesetzt, das Nothilfeprogramm der Bundesregierung für den Monat November auch für den Einzelhandel zu öffnen. Trotz intensiver Kritik und Hinweisen darauf, dass die aktuellen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung für viele Einzelhandelsunternehmen in ihren Auswirkungen einer Geschäftsschließung nahekommen, lehnt das Bundesfinanzministerium die Einbeziehung des Einzelhandels in das Nothilfeprogramm gegenwärtig ab. Der HDE hat gegen diese Entscheidung jedoch noch einmal interveniert und dabei erneut Beispiele aufgezeigt, die verdeutlichen, dass die Situation für viele Einzelhandelsunternehmen vergleichbar belastend und existenzgefährdend ist.

Darüber hinaus fordert die Einzelhandelsorganisation, die Kriterien für die Überbrückungshilfen des Bundes anzupassen und die Hürden für die Antragsberechtigung so zu senken, dass die Hilfen auch bei den Unternehmen ankommen.

 

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