Online News - 16/2016

Werbung

Grundsätzlich gelten für die Werbung im Internet die gleichen Regelungen wie für die Printwerbung. Diese darf nicht irreführend sein.

Dazu entschied das Landgericht Berlin, dass die Online-Werbung mit dem Begriff Outlet dann irreführend ist, wenn es sich dabei nicht um einen direkten Fabrikverkauf, sondern um den Verkauf im Einzelhandel handelt. Konkret betrieb der Beklagte eine Webseite, auf der er Produkte Dritter präsentierte. Dabei warb er mit „…ausgewählte Markenparfüms im Parfüm Outlet…“. Bei den beworbenen Dritten handelte es sich um Einzelhändler.

Bei einem Outlet handelt es sich um einen direkten Fabrikverkauf durch den Hersteller. Eine Werbung ist nach dem Gesetz irreführend, wenn das Verständnis,
das sie bei den Verkehrskreisen erweckt, an die sie sich richtet, mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht übereinstimmt. Abzustellen ist dabei auf das Verständnis eines durchschnittlich informierten und verständigen Verbrauchers. Nach Ansicht des Landgerichts werde eine an sich irreführende Handlung auch nicht dadurch rechtmäßig, dass sie von vielen vorgenommen werde.

Quelle: Landgericht Berlin, Beschluss vom 05.04.2016, Az.: 103 O 125/15

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