Online News - Dezember/2017

Neue Umsatzregelungen für den E-Commerce

Die Finanzminister der EU-Mitgliedstaaten haben neue Umsatzsteuerregeln für den E-Commerce beschlossen.

Ab 2021 können Händler im Versandhandel mit Kunden in anderen EU-Staaten die Umsatzsteuer über eine zentrale Anlaufstelle – den sog. One-Stop-Shop - in deutscher Sprache anmelden. Das bisherige Problem, dass Händler bei Überschreiten bestimmter Umsatzschwellen Steuererklärungen im Ausland abgeben müssen, wird dadurch vermieden. Jedoch bleibt weiterhin die Problematik, dass die Händler das jeweilige ausländische Umsatzsteuerrecht anwenden müssen, dadurch muss stets der ausländische Steuersatz ermittelt und angewendet werden.

Weiterhin sollen die Regeln für den Versandhandel über Internet-Plattformen geändert werden. Der Import ist bisher bis zu einem Warenwert von 22 Euro legal einfuhrumsatzsteuerfrei. Da diese Freigrenze oftmals betrügerisch ausgenutzt wird, soll dieser Schwellenwert ab 2021 wegfallen. Zudem soll der Plattform-Betreiber bei der Umsatzsteuer als Verkäufer der Waren behandelt werden. Dadurch schuldet die Plattform bei Verkäufen aus dem Nicht-EU-Ausland die Zahlung der Umsatzsteuer.

Das neue EU-Richtlinienrecht müssen die EU-Mitgliedstaaten bis 2021 umsetzen.

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